Österreichischer HAP KI DO Bund
Selbstschutzsystem, Charakterschulung, Persönlichkeitsbildung, Selbstbewusstsein, Körperertüchtigung, Selbstfindung
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Hapkido und die Sportbewerbe
Der ÖHKDB veranstaltet alle zwei Jahre eine Österreichische Meisterschaft, dazwischen diverse Landesmeisterschaften und nimmt mit seinen Mitgliedern auch alle zwei Jahre an der Hap Ki Do Europameisterschaft teil. So haben die Mitglieder des ÖHKDB pro Jahr mindestens eine schöne Veranstaltung mit unterschiedlichen Bewerben wie: Technik, Bruchtest, Freikampf (nur Österreich intern). Wie paßt Hap Ki Do als Selbstschutzsystem mit der Entwicklung des Selbst mit der Abhaltung von Wettbewerben zusammen? Viele Verbände und/oder anerkannte Meister sehen in Wettbewerben keinen Weggewinn und lehnen diese ganz allgemein ab.

In einem Selbstschutzsystem wie Hap Ki Do, das sich den Prinzipien des Budo verpflichtet fühlt, stellt die Organisation eines "Wettbewerbes" immer eine Gratwanderung dar. Ob eine Veranstaltung dieser Art einen Erfolg bezüglich der Kriterien des Budo darstellt, hängt massiv von der persönlichen Disziplin und Einstellung der Teilnehmer und Richter zu den Bewerben ab. Nicht umsonst betonen wir immer wieder, dass Sieger solcher "Bewerbe" die sind, die teilgenommen und ihr Bestes gegeben haben! Welche Gründe gibt es also, wieso wir diese Bewerbe durchführen? 

  • Meisterschaften sind eine hervorragende Möglichkeit (neben Lehrgängen) unsere nationalen wie internationalen Freundschaften zu pflegen und zu erweitern.
  • Meisterschaften bieten die großartige Möglichkeit die Vielfältigkeit von Hap Ki Do in seiner ausentwickeltsten Form erfahren zu dürfen. Durch die unterschiedlichen Technikinterpretationen verschiedener Meister erweitert sich das Wissen um Hap Ki Do enorm und durch die ausführlichen Technikprogramme bekommt man einen guten Einblick in andere Systeme und Persönlichkeiten. (Entdecke die Möglichkeiten)
  • Auch wenn das Ziel des Trainings nicht ist, sich mit anderen zu vergleichen, ist es doch immer wieder hilfreich, wenn man eine Vielzahl von Hap Ki Doin in der selben Entwicklungsstufe mit ihrem Können sieht, um daraus für den eigenen Entwicklungsweg etwas lernen zu können. Es geht nicht darum, ob man besser ist oder mehr kann als andere (oder umgekehrt), aber es kann eine hilfreiche Information für mich selbst sein, wenn ich sehe was vergleichbare Leute wissen und können, um mich vielleicht noch mehr zu bemühen.
  • Gerade für den Bewerb Technik kann man sich mit den Techniken einmal auf einer anderen Basis, als dem üblichen Training, auseinanderzusetzen. Hier geht es konkret um die zusammenhängende Anwendung der Techniken in sehr unterschiedlichen Situationen, in Selbstschutzsituationen. Auch die Erstellung des Hand/Fußtechnik Programms lädt ein, diese Technikgruppen in einem anderen Licht zu betrachten. Die Lernmöglichkeiten sind enorm und dies wichtig für den Weg des Hap Ki Doin.
  • Der Bewerb Bruchtest ist für fortgeschrittene Schüler eine Möglichkeit ihre Technik, ihr Ki und ihre Kontrolle unter erschwerten Bedingungen zu prüfen. Besonders die Nutzung der einen Chance die man pro Moment hat (das Brett zu brechen mit einer Technik, die man schon hunderte, vielleicht tausende male geübt hat; ist aber auf das eigene Leben generell anwendbar) liefert sehr wichtige Rückmeldungen an den Teilnehmer über seine mentale Verfassung, seine Werte und seine Möglichkeiten, diese zu kontrollieren, zu steuern, zu ändern. Hier und Jetzt das richtige tun - ein ganz wesentliches Lernziel von Hap Ki Do kann dadurch für jeden intern überprüft werden. So ist der Bruchtestbewerb auch als Evaluation zu sehen, über meine Möglichkeiten zur Selbstkontrolle.
  • Neben Gürtelprüfungen bietet die Meisterschaft die Möglichkeit sich auf einen Moment vorzubereiten und eine im Vorhinein definierte Leistung durch gezieltes Training auf diesen Moment hin zu optimieren. Meister Christian Wagner schreibt auf unserer Seite: Im Hap Ki Do gibt es keinen Tag X, jeder Tag ist ein Tag X. Das sollte man diesbezüglich gründlich durchdenken. Wer nur für den Tag X lernt hat Hap Ki Do noch nicht verstanden. Die Frage ist also, welcher ist der Tag X?
  • Es ist auch immer ein besonderes Erlebnis für einen Verein (Verband), wenn der Großteil der Mitglieder sich auf so eine Veranstaltung vorbereitet und gemeinsam hinfährt - stärkt die Gruppe und die Motivation immens.
  • Und viele andere Gründe, die jeder für sich selbst suchen sollte!
Je fortgeschrittener der Hap Ki Doin ist, desto mehr sollte er die Beweggründe zu Meisterschaften reflektieren und erkennen. Wichtig ist, dass jedem bewußt wird wie bedingt das Ergebnis einer solchen Meisterschaft ist und es nur sein kann, dass die Meisterschaft einen hohen Lerngewinn, Freude und viel Positives für Hap Ki Do erbringen kann. Wir möchten nicht den Eindruck erwecken, dass die Leistungen, die bei einer ÖM oder EM gezeigt werden nichts wert sind. Die Teilnehmer zeigen sehr oft, welche Potentiale in ihnen liegen und überraschen einem oft mit ihren Fähigkeiten. Wir sagen vor solchen Veranstaltungen immer zu unseren Aktiven: Wenn jeder es geschafft hat, bei der Meisterschaft sein Programm von allen bisherigen Versuchen am besten zu zeigen, dann hat er viel erreicht. Auch wenn es nicht so richtig geklappt hat, kann das sehr wertvoll sein! Und jeder der sich um die Teilnahme an einer solchen Meisterschaften Gedanken macht und teilnimmt - ist ein Gewinner - unabhängig davon, welchen Platz er erreicht, weil er auf seinem Weg gewonnen hat.

Ein Wesenszug von Hap Ki Do ist das Runde. Im Sinne dieses Prinzips sind starre Positionen zu meiden. So ist unser Hap Ki Do keine Wettkampfsportart, daraus folgt nicht, dass wir solche Bewerbe ablehnen. Es ist die Intention der Abhaltung, der Teilnahme, die eine Meisterschaft zu einem Sportevent oder zu einem Budoevent werden läßt.

 

 
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